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Was kostet Performance Marketing? Modelle, Spannen und was den Preis treibt

29 Grad Logo 29 Grad Redaktion · 12. August 2026 · 8 Min. Lesezeit · Aktualisiert 17.08.2026
Drei getrennte Kostenblöcke: Mediabudget, Agenturhonorar und Produktion — nur getrennt lassen sich Angebote vergleichen.
Kurze Antwort

Performance Marketing besteht aus drei getrennten Kostenblöcken: Mediabudget (geht an Meta, Google, LinkedIn), Agenturhonorar (Strategie und Steuerung) und Produktionskosten für Creatives. Für laufende Betreuung liegt das Honorar je nach Kanalumfang meist zwischen 2.500 und 8.000 Euro monatlich, ein einmaliges Audit zwischen 2.000 und 6.000 Euro. Entscheidend ist nicht der Stundensatz, sondern ob das Mediabudget groß genug ist, dass Optimierung überhaupt greift — unter etwa 3.000 Euro Monatsspend lohnt sich externe Steuerung selten.

Kaum eine Frage wird im ersten Call häufiger gestellt und seltener klar beantwortet. Wir legen hier offen, wie sich Preise zusammensetzen, welche Modelle üblich sind und woran du erkennst, ob ein Angebot zu deinem Budget passt — inklusive der Fälle, in denen wir selbst absagen.

Die drei Kostenblöcke, die oft vermischt werden

Wenn ein Angebot „5.000 Euro im Monat" nennt, ist die erste Frage: Was davon ist Werbebudget? Diese Unterscheidung ist der häufigste Grund für Missverständnisse — und für Angebote, die sich nicht vergleichen lassen.

01Mediabudget: Geld, das direkt an die Plattformen fließt. Es ist kein Honorar und sollte nie mit dem Agenturpreis in einer Zahl stehen.
02Agenturhonorar: Strategie, Kampagnensteuerung, Analyse, Reporting, Abstimmung. Das ist die Leistung, die du wirklich einkaufst.
03Produktion: Creatives, Videos, Landingpages, Tracking-Implementierung. Oft projektbasiert oder als monatliches Kontingent.

Seriöse Angebote weisen alle drei getrennt aus. Wenn ein Anbieter nur eine Gesamtsumme nennt, ist unklar, wie viel deines Geldes tatsächlich in Reichweite geht.

Welche Abrechnungsmodelle gibt es — und welches ist fair?

Modell
Wann es passt
Fester Retainer
Der Standard für laufende Steuerung. Planbar für beide Seiten, unabhängig von Budgetschwankungen.
Prozent vom Mediabudget
Bei großen Budgets üblich (10–20 %). Problem: Der Anreiz zeigt auf höheren Spend, nicht auf höhere Effizienz.
Projektpreis / Audit
Für den Einstieg oder klar umgrenzte Aufgaben wie Tracking-Setup oder Account-Neuaufbau.
Erfolgsabhängig
Klingt attraktiv, funktioniert selten sauber: zu viele Faktoren liegen außerhalb der Agentur, etwa Vertrieb und Produkt.

Wir arbeiten mit festem Retainer, weil er den Anreiz richtig setzt: Unser Honorar steigt nicht, wenn wir mehr Budget ausgeben. Prozentmodelle koppeln genau das Gegenteil.

Welche Spannen sind 2026 realistisch?

Marktübliche Größenordnungen
2.000–6.000 €
einmaliges Audit inklusive Roadmap
2.500–8.000 €
laufende Steuerung pro Monat
10–20 %
Honoraranteil am Mediabudget bei größeren Konten
Orientierungswerte für den deutschen Markt · abhängig von Kanalzahl und Creative-Bedarf

Was den Preis nach oben treibt, ist selten der Kanal selbst, sondern die Anzahl paralleler Baustellen: mehrere Märkte, mehrere Sprachen, hoher Creative-Verbrauch, komplexes Tracking über mehrere Systeme. Ein einzelner Kanal mit stabilem Setup ist deutlich günstiger als drei Kanäle im Aufbau.

Ab welchem Budget lohnt sich eine Agentur überhaupt?

Die unbequeme Antwort: Unter etwa 3.000 Euro Mediabudget im Monat ist externe Steuerung meist unwirtschaftlich. Nicht weil die Arbeit weniger wäre, sondern weil zu wenige Datenpunkte entstehen. Optimierung braucht Signale — bei kleinen Volumen dauert jede Entscheidung Wochen, und das Honorar frisst den Vorteil auf.

In diesen Fällen empfehlen wir ein Audit mit Roadmap und Umsetzung inhouse. Das kostet einmalig und bringt oft mehr als sechs Monate unterfinanzierte Betreuung. Wir sagen das im ersten Call, auch wenn es gegen den eigenen Auftrag geht.

Wie du zwei Angebote wirklich vergleichbar machst

Stelle bei jedem Anbieter dieselben vier Fragen, dann werden Unterschiede sichtbar, die im Angebotstext verschwinden:

01Welcher Leistungsumfang steckt konkret im Monatspreis?
02Wer arbeitet operativ am Konto — dieselbe Person wie im Verkaufsgespräch?
03Sind Creatives und Tracking-Implementierung enthalten oder separat?
04Was passiert bei Kündigung mit Konten, Pixeln und Datenzugängen? Gehören sie dir?

Der letzte Punkt ist der wichtigste und wird am seltensten gestellt. Werbekonten und Tracking-Setups sollten immer auf deinen Namen laufen. Andernfalls zahlst du beim Wechsel doppelt.

Häufige Fragen zu Kosten

Ist ein Prozentmodell günstiger als ein Retainer?

Bei kleinen Budgets meist ja, bei wachsenden Budgets fast immer nein. Ab etwa 30.000 Euro Monatsspend liegt ein Prozentsatz von 15 Prozent über dem, was ein fester Retainer für dieselbe Arbeit kostet. Zudem setzt das Modell den Anreiz auf höheren Spend statt auf höhere Effizienz.

Wie hoch sollte mein Mediabudget im Verhältnis zum Honorar sein?

Als Orientierung: Das Mediabudget sollte mindestens das Doppelte bis Dreifache des Agenturhonorars betragen. Kippt das Verhältnis, zahlst du überproportional für die Steuerung von zu wenig Volumen.

Gibt es Mindestlaufzeiten?

Bei uns drei Monate, weil in kürzerer Zeit keine belastbare Aussage möglich ist: Monat eins geht für Audit und Setup, ab Monat zwei laufen erste Tests. Danach monatlich kündbar. Zwölfmonatige Bindungen halten wir für unnötig.

Wissen, was in deinem Fall realistisch ist?

Nenn uns Kanäle, Budget und Ziel — wir sagen dir ehrlich, welcher Rahmen sinnvoll ist und ob externe Steuerung sich bei dir überhaupt rechnet.

Reden wir über deine Pipeline.
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