Unter etwa 3.000 Euro Mediabudget im Monat lohnt sich LinkedIn Ads selten: Die Klickpreise liegen im B2B-Umfeld häufig zwischen 6 und 15 Euro, sodass kleine Budgets zu wenige Datenpunkte für Optimierung erzeugen. Ab 3.000 bis 5.000 Euro monatlich funktioniert LinkedIn gut, wenn du dich auf eine Zielgruppe, ein Angebot und zwei Formate beschränkst. Bei knappem Budget ist enger Fokus wichtiger als jedes Targeting-Feature.
LinkedIn ist der präziseste Kanal für B2B — und einer der teuersten. Genau diese Kombination macht ihn bei kleinen Budgets gefährlich: Man kauft wenige Klicks zu hohen Preisen und hat nach vier Wochen keine belastbare Aussage. Hier steht, wie wir mit begrenzten Mitteln vorgehen und wann wir davon abraten.
Warum LinkedIn so viel teurer ist als andere Kanäle
Der Grund ist nicht Gier, sondern Konkurrenz um wenige Profile. Wenn du auf „Head of Finance in Unternehmen mit 200 bis 1.000 Mitarbeitern in DACH" targetierst, bewirbst du eine Zielgruppe von vielleicht 20.000 Personen — um die auch alle anderen B2B-Anbieter konkurrieren. Der Preis entsteht durch Knappheit der Zielgruppe, nicht durch die Plattform.
Wichtig ist die Rechnung dahinter, nicht der CPL an sich: Bei einem Auftragswert von 20.000 Euro ist ein Lead für 250 Euro günstig. Bei einem Produkt für 400 Euro im Jahr ist er unbezahlbar. LinkedIn passt zu hohen Deal-Werten und längeren Entscheidungszyklen.
Unser Vorgehen unter 5.000 Euro Monatsbudget
Der Fehler bei knappen Mitteln ist Breite: drei Zielgruppen, fünf Formate, zwei Angebote — und überall zu wenig Daten für eine Entscheidung. Wir gehen umgekehrt vor.
Vier bis sechs Wochen bei diesem Fokus liefern eine belastbare Aussage. Derselbe Betrag über sechs Kampagnen verteilt liefert sechs Vermutungen.
Welche Formate bei knappem Budget wirklich wirken
Bei allen Formaten gilt: Der erste Satz entscheidet. LinkedIn kürzt den Text, und die Zielgruppe scrollt schnell — wenn die Relevanz nicht in Zeile eins steht, war der Klickpreis umsonst.
Wann Google oder ein anderer Kanal die bessere Wahl ist
LinkedIn erzeugt Nachfrage, Google holt bestehende Nachfrage ab. Wenn Menschen aktiv nach deiner Lösungskategorie suchen, ist Google fast immer günstiger im Cost per Lead — und der bessere Startpunkt für kleine Budgets.
LinkedIn lohnt sich, wenn es für dein Angebot noch keine Suchanfragen gibt, wenn du eine sehr spezifische Rolle erreichen musst oder wenn der Deal-Wert hoch genug ist, dass teure Leads sich rechnen. In allen anderen Fällen empfehlen wir, mit Search zu starten und LinkedIn zu ergänzen, sobald Budget für beides da ist.
Häufige Fragen zu LinkedIn Ads
Passt LinkedIn zu deinem Budget?
Sag uns Zielgruppe, Deal-Wert und Budget — wir sagen dir, ob LinkedIn der richtige Startkanal ist oder ob dein Geld woanders mehr bringt.